Dienstag, 24. April 2012

Ketchup, Junkfood und der Zerfall der Esskultur

Jeder kennt es aus seiner Jugend. Also ich meine jene,  die irgendwann Ende 70er anfangs 80er mal im Mc Dreck waren und dieses rote glibrige Zeugs aus dem Heinz Beutel entdeckten :-). Man wie ich es liebte und eigentlich immer noch tue. Ich hatte eine tolerante und moderne Mutti, die mir beibrachte, wie hervorragend sowas zu Rührei oder Sucuk einer türkischen Knoblauchwurst schmeckt.
Der Spass hörte bei Mutti dann auf als ich Ketchup so richtig für mich entdeckte, während Daddy immer alles nachsalzte, verfeinerte ich alles mit Ketchup:-). Somit sank das Image der roten Sauce sehr schnell und wurde als Junkfood und Zerfall jeder Esskultur verflucht. Well, inzwischen auch schon meinen 30igsten und paar Jahre mehr hinter mir, hat sich mein Ketchup Konsum in einer vertretbaren Gegend angesiedelt. Während Sabrina immernoch die Nase rümpft, wenn ich es mir über "IHRE" Rühreier giesse, gönn ich es mir als Katerfrühstück. Die Zutaten um Ketchup selbst zu machen sind so einfach, dass sich der Kauf eigentlich gar nicht mehr lohnt, ich habe immer noch ne kleine Flasche Heinz im Ecken stehen..... Ihr wisst schon, falls der Kater sehr sehr schlimm ist, aber normalerweise mach ich ihn selbst und eigentlich jedesmal anderst.
Grundzutaten sind:
Zwiebeln
Knoblauch
Essig
Brantwein
Salz Pfeffer
Zucker oder/und Honig
Alles zuerst in Olivenöl kochen, mit dem Brantwein ablöschen (diese Variante mit Whiskey flambiert) kochen lassen, Tomaten in irgendeiner Form (also frisch, entkernt oder mit Kernen, zerstückelt oder ganz, schon als sauce zubereitet und und und ) dazugeben, alles mit dem Pürierstab zerkleinern und dann solange wie möglich kochen lassen, abschmecken thats it:-)








Im Mörser habe ich die ganzen Gewürze und den Zucker, Mit welchen ich vor dem Flambieren die Zutaten in der Pfanne karamelisiere.






 So und fertig sieht es dann so aus :-)





So mal noch ein kleiner Anhang, ich mischte diesmal Koriandersamen, Nelken, roter Pfeffer, Stangensellerie, eine Paprika zu und da ich keine Tomaten mehr hatte nahm ich fertige Barilla Tomatensauce ,thats it :-)

Donnerstag, 28. Juli 2011

Metzger Glück

Metzgerglück keine Ahnung mehr wo ich diesen Namen für Frikadellen gehört habe. Aber irgendjemand meinte mal zu mir, oh ein Metzgerglück. Worauf ich natürlich fragte, was er damit meine. Eine Frikadelle eben, ein Metzgerglück, weil er darin all seine Abfälle entsorgen kann und Leute, wie ich dafür auch noch zahlen. Naja nicht jeder Metzger ist gleich und ich denke Frikadellen gehören zu der Gattung von Gerichten, die es in so gut wie jeder Kultur gibt. Kennt ihr irgendein Land, das nicht auf irgendeine Art Fleischbällchen im Sortiment hat? Ich nicht.

Wir habe hier so ein klein wenig unsere eigene Variante davon gekocht.

Auf dem Bild oben könnt ihr einigermasen erkennen, was wir so alles verwendeten. Der Kreativität sind hier kaum Grenzen gesetzt und bitte, Fleischbällchen bestehen aus Fleisch, also bitte verkneift es euch, eine vegane version dessen zu produzieren :-) Wir haben Knoblauch, Zwiebeln, Erbsen, Karotten, Paprikas, Brötchen und etwas Milch reingetan, oh fast vergessen 2 Eier. Alles in einen Topf und knetten , thats it. Ab in die Bratpfanne und fertig!!


Samstag, 23. Juli 2011

als rennen nachts ausgetragen wurden, illegal und sexy waren:-) have a nice weekend

Ready to race :-) Wie gesagt irgendwo zwischen hohen Wellen und schnellen alten Karren :-)
Have a nice weekend



Donnerstag, 21. Juli 2011

Bad Religion

Christentum ist genau so wenig mein Ding wie der Islam oder sonstige Religionen. Hey bestimmt haben alle gute und schlechte Seiten und so sollte man sie meiner Meinung nach auch nehmen. Wo so viele Leute dran glauben, kann es nicht nur Schlechtes geben.
Gleich geht es mir mit Guinness..... Für die meisten Irländer wohl so wichtig wie ihre Religion und für mancher von uns auch. Nur - mir schmeckt es nicht. Aber irgendwas muss doch daran gut sein, dacht ich mir und schaute micht mal um, was man mit Guinness sonst noch so anstellen kann? Kochen, man kann damit verdammt gut kochen.
Die ganzen Marinaden und Saucen auf Rotweinbasis sind lecker und dürften jedem nur auch so halb ambitionerten Koch ein Begriff sein. Bier hingegen wir da meiner meinung nach total unterschätzt. Schon mal einen Braten an Biersauce genossen? Wir soeben gerade und es war exquisit, wie Köche zu sagen pflegen lol. Doch dazu ein andermal mehr. Heute berichten wir über was ganz einfaches, Marinade. Macht aus altem gammligen Fleisch einen Verkaufsschlager an der Tanke. Selbstgemacht mit gutem Fleisch - unschlagbar! Dabei ist es so einfach, einzig ein gutes Sortiment an Gewürzen sollte vorhanden sein. Hier mal eine Liste was wir alles verwendet haben.
In den Mörser rein:
Chillies (Scharfe und Milde und zwar nicht zu wenig)
Knoblauch (einfach nur viel)
Charlotten
Koriandersamen
Meersalz
Zucker
Paprika
Nelken
Muskat
Pfefferkörner
Olivenöl

Daraus machen wir dann mal einen einen dicken Brei und reiben das Fleisch richtig damit ein.Wir sind uns zwar nicht sicher, können uns aber vorstellen, dass es zu fast allen Arten von Fleisch passt. Bei uns ist es simpler Schweinehalls und Speck. Die BBQ Klassiker!!!Zu guter letzt leeren wir dann unser viel besagtes Guinness über das Fleisch ins Tupperware und dann ab damit für 48 Stunden in den Kühlschrank.

Zum Schluss schauen wir diesen Clip von Flogging Molly und freuen uns auf Samstag!!

Montag, 18. Juli 2011

Voller Magen

Ja ich esse gerne und nimm dafür die ein oder andere Sache in Kauf, wo ich nicht dahinterstehen kann. Man geht zum Thai essen und weiss, dass die Hühner, die dort serviert werden, meisst aus z.b Brasilien kommen. Über die Tierschutzgesetzte solcher Länder muss man nichts wissen, da es sie schlicht und einfach gar nicht gibt. Weil was man in Kauf nimmt, wenn man Tiere isst, ist bekannt.
Leider Aber liegen die Wirklichen Tragödien vom Luxus, den wir hier geniessen besser versteckt. Schon mal ein schlechtes Gewissen bei eine Coke oder einem Stück Schokolade gehabt ? Nein ich meine nicht der Linie wegen sondern im Allgemeinen ? Wohl kaum, nehme ich mal an, ich auch nicht. Wir werden hier immer wieder mal Videos posten, die auch die Misstände unseres Handelns zeigen. Hier Video über die zarteste Versuchung.

Sonntag, 17. Juli 2011

the hangover coconut soup....



Gestern verbrachten wir einen netten Abend bei der
B.M.S Crew im Elsass. Nebst einigen coolen Karren, die ich vergass zu Fotografieren und einer Ansammlung von Tattoos, die jedes Tattoo Meeting in Verlegenheit gebracht hätte, gab es auch so nette Kerle wie der rechts hier :-)
Kulinarsch wars wie so oft in Frankreich, die können einfach kein Fleisch kochen. Also gab es rohe Burger und Merquez im Brot. Dafür waren die Leute umso netter. Nachdem wir uns mächtig mit Liquid French vollgehauen haben, waren wir des Französisch noch immer nicht mächtig.

Ja so fing dann der nächste Tag an, verkatert und hungrig. Also ab zum Inder und etwas Chicken kaufen für die fertig Coconut Suppe, die wir mal für Notfälle gekauft haben. Zuhause angekommen dachten wir, geht gar nicht und machten sie selbst. Viel braucht es ja nicht dazu. Etwas Kokosmilch, Kräuter, Gewürze und Ingwer. Cool ist wenn man noch Galgant , Kafir Leaves und Lemon Gras hat. Falls nicht, nicht so schlimm aber schade.
Chillis sind natürlich nicht zu vergessen, wobei ich hier lieber viele milde nehme als wenig scharfe. Also etwa 6 milde Chillis, Frühlingszwiebeln, 4 Knoblauch und eine Charlotte andämpfen, Kokosmilch dazu, Fleisch rein und eigentlich schon fast fertig. Die ganzen anderen Zutaten nach Wunsch unterrühren und 10 min kochen lassen - thats it. Wir würzten mit unserem Salz den wir vorgestern gemacht haben, Fishsauce, Ingwer und Limetten. Etwas Peffer und am schluss noch paar verschiedene Basilikum vom Balkon rein und fertig ist ein leckeres Essen.





Samstag, 16. Juli 2011

Monster-Salz


Ich liebe Monster, diese abartig kleinen Dinger mit einem Auge in der Mitte und einem Satz Fliegen, die um ihren Gestank schwirren. Ich stelle mir vor, dass sie in der Nacht schnelle alte Karren fahren, Rennen auf Friedhöfen veranstalten und giftiges grünes Zeug verschlingen. Ja Monster finde ich cool. Darum mag ich wohl auch Essen und Zutaten, die danach ausschauen. Logisch irgendwie oder ?
Kommen wir zu diesem Salz hier, er ist alles andere als giftig, je nachdem wieviel Chillies man reintut evtl. ein klein wenig:-)
Oft wenn ich koche bleiben gute frische Kräuter übrig, die man dann einen Tag später wegschmeissen kann oder muss. Andererseits sind ja sämtliche Kräuter relativ einfach in Öl oder Salz konservierbar. Also nahmen wir den Koriander, den Rest der Chillies und Sweet Basil und hackten es klein. Danach ab damit in den Mörser und grobkörniger Salz rein und nun anfangen die Zutaten zu zermörsern. Anschliesen für paar Minuten (ca.30) auf niedrigster Stufe in den Backofen. Der zermörserte Salz bildet nun wieder Klumpen und kriegt ein anschauliches giftig aussehendes Grün.
Damit kann man nun alles salzen, was eine Brise Thai verträgt. In einem Glas sieht's irgendwie auch noch cool aus!! :-)